Bis vor einigen Jahren war der Palmsonntag in der Neuapostolischen Kirche der Tag, an dem traditionell von jungen Christen das Konfirmationsgelübde abgelegt wurde; seit 2012 sollen die Konfirmationen an den Sonntagen zwischen Ostern und Pfingsten gefeiert werden . Ganz im Sinne der alten Tradition waren am Palmsonntag, dem 24. März 2024, alle aus dem Bezirk Saar-Pfalz zum Gottesdienst in Saarbrücken eingeladen, deren Konfirmation 25 oder 50 Jahre zurücklag.
Bezirksevangelist Gerhard Darm leitete den Gottesdienst vor mehr als 120 Anwesenden. Das Bibelwort las er aus Lukas 19,38-40: „Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe! Und einige von den Pharisäern in der Menge sprachen zu ihm: Meister, weise doch deine Jünger zurecht! Er antwortete und sprach: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.“
Wo sind die Jahre hingegangen?
„Was würdet ihr den jungen Konfirmanden sagen? Wie war eure Jugendzeit?“ fragte der Bezirksevangelist mit Blick auf die fast 20 Jubiläumsgäste zur Silber- bzw. Gold-Konfirmation. Er erinnerte an Jugendtage, Jugendchorfreizeiten und Jugendausflüge und sprach damit die jüngeren Jubilarinnen und Jubilare an. Etwas strenger sei es noch vor 50 Jahren zugegangen, so Gerhard Darm, aber herausragende Ereignisse wie die jährlichen Jugendtage in der Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen oder Jugendtreffen in Stromberg hätten ihre besondere Bedeutung für die damals Jugendlichen gehabt. Rückblickend auf die unterschiedlichen Lebenssituationen der vergangenen Jahre, betonte er, dass der Herr niemanden verlassen habe.
Mein Reich ist nicht von dieser Welt
Man könne sich leicht vorstellen, wie das Geschehen um Jesu Einzug in Jerusalem aussah, stellte Bezirksevangelist Darm den Bezug zum Bibelwort her. Auch die Erwartung der Bewohner Jerusalems, Jesu würde sie von den Römern befreien, sei nachvollziehbar. Jesus heute wolle die Gläubigen nicht von allen Sorgen befreien, sondern ihnen den Himmel bereiten – das sei Motivation zum Loben und Preisen, führte er weiter aus.
Der Vorsteher der Gemeinde, Priester Didier Reiser, bereitete die Gemeinde auf die Feier des Heiligen Abendmahls vor. Er erweiterte die Bedeutung des Konfirmationsgelübdes, indem er dazu animierte, nicht nur dem Bösen zu entsagen, sondern das Gute zu tun.
Interessanter Austausch
Das Gemeindegremium Saarbrücken hatte einen Umtrunk vorbereitet, zu dem alle Anwesenden nach dem Gottesdienst eingeladen waren. Viele rechneten zurück, wie lange ihre eigene Konfirmation schon her war und einige offenbarten sogar ihr 65. Jubiläum, die Eiserne Konfirmation. Nicht unerwähnt in den Gesprächen blieb der Konfirmandenbrief, ein Grußwort des Stammapostels, das jährlich an die Konfirmandinnen und Konfirmanden übermittelt wird. Die Information, dass es hierfür ein Online-Archiv gibt, war nicht allen bekannt und dürfte Anlass für einen Rückblick in den eigenen Konfirmations-Jahrgang sein.
26. März 2024
Text:
Sandra Reiser
Fotos:
Sandra Reiser
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
