„Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran!“ – unter diesem Wort aus Markus 10,13–16 stand der diesjährige Lehrkräftetag des Bezirks Saar-Pfalz, der am 13. September 2026 in St. Ingbert stattfand.
Der Tag begann mit einem Gottesdienst, der von Bezirksevangelist Klaus Dieter Weller geleitet wurde. Zunächst bedankte er sich bei allen Lehrkräften für ihre wichtige und wertvolle Aufgabe. In berührender Weise ging er auf die Begegnung Jesu mit den Kindern ein und machte deutlich, welch besonderen Platz Kinder in der Kirche und in Gottes Händen hätten.
Ein weiterer Gedanke in der Predigt waren Worte des Apostel Paulus: „Den Griechen bin ich ein Grieche, den Römern ein Römer.“ Kinder bräuchten eine Sprache, die sie erreiche, so Bezirksvorsteher Weller. Dabei sei es hilfreich, so zu sprechen, dass alle das Gesagte leicht verstehen könnten.
Manchmal fehle es an Verständnis zwischen den Generationen. Deshalb dürfe man sich fragen: „Haben wir Verständnis füreinander? Sprechen wir jeden Menschen so an, wie er es versteht?“ Entscheidend sei dabei, dass dies immer mit Liebe und Verständnis geschehe, so der Bezirksvorsteher.
Musik und Mut
Ein musikalischer Bestandteil des Gottesdienstes waren die neuen Kinderlieder, die Bezirkskinderchordirigentin Kerstin Heuser für den künftigen Einsatz im Unterricht vorbereitet hatte. Gemeinsam wurden die Lieder direkt im Gottesdienst eingeübt und anschließend vom kleinen Lehrkräftechor vorgetragen. Ihre ermutigenden Worte „Die Lieder sind zwar neu, aber zusammen schaffen wir das!“ wurden dabei zu einem Gedanken, der sich wie ein roter Faden durch den gesamten Tag zog.
Auch Evangelist Hans-Martin Morlok, stellvertretender Bezirksvorsteher in Saar-Pfalz, griff diesen Satz in seinem Predigtbeitrag auf und übertrug ihn auf die oft herausfordernden Situationen in der Arbeit mit Kindern. Nicht immer laufe alles so, wie man es sich wünsche. Manchmal brauche es Geduld, neue Ideen und vor allem Mut weiterzumachen. Seine Botschaft war klar und motivierend: „Den Mut nicht verlieren: Zusammen schaffen wir das!“
Dialog und Begegnung
Im Anschluss an den Gottesdienst fanden sich die Lehrkräfte in kleinen Gruppen zusammen. In einem regen und offenen Austausch wurde über die verschiedenen Unterrichte gesprochen. Erfahrungen wurden geteilt, Ideen weitergegeben und Herausforderungen gemeinsam betrachtet. Gerade dieser persönliche Austausch zeigte, wie wertvoll es ist, nicht allein vor den Aufgaben zu stehen, sondern voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu stärken.
Zum Abschluss des Lehrkräftetages kam auch die Gemeinschaft nicht zu kurz. Bei einem gemeinsamen Kebap-Buffet ließ man den Tag in gemütlicher Runde ausklingen.
So war der Lehrkräftetag in St. Ingbert mehr als eine Zusammenkunft von Menschen, die Kinder unterrichten. Er war ein Tag der Ermutigung, des Austauschs und der Gemeinschaft.
17. September 2026
Text:
Sabine Montalto
Fotos:
Sabine Montalto
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