Einen Segen zum Hochzeitsjubiläum – diesen können Paare in der Neuapostolischen Kirche unter anderem nach 40 Jahren Ehe empfangen, nämlich zur Rubinhochzeit. Josef und Franzi aus der Gemeinde Saarbrücken feierten dieses Jubiläum am Sonntag, dem 12. April 2026.
„Ich bete an die Macht der Liebe“ sang die Gottesdienstgemeinschaft als Eingangslied (Neuapostolisches Gesangbuch Nr. 221). Priester Didier Reiser, Vorsteher der Gemeinde Saarbrücken, las das Bibelwort aus Johannes 20,19-20.
Zu Beginn der Predigt skizzierte Priester Reiser die damalige Begebenheit um die Auferstehung Jesu, dessen Begegnung mit Maria und ihren Auftrag, den Jüngern davon zu berichten. Parallel beschrieb er die Situation der Jünger – hinter verschlossenen Türen, enttäuscht, in Trauer und Angst vor der damaligen religiösen Obrigkeit. Vielleicht seien sogar Schuldgefühle oder Selbstzweifel aufgekommen, oder gar der Gedanke, Teil der Niederlage zu sein. Maria habe zwar von ihrer Begegnung mit Jesus berichtet, aber die Nachricht sei nicht richtig wahrgenommen worden. „Und dann kam dieser Moment“, so Priester Reiser, als Jesus mit dem Friedensgruß zu ihnen gekommen sei.
Frieden könne man als Abwesenheit von Krieg definieren. Jesus habe, gemäß den Urtexten, mit „Shalom“ gegrüßt. Das sei mehr als die Abwesenheit von Krieg und drücke Versöhntheit mit Gott aus. „Wir haben Ruhe gefunden bei Gott“, erklärte der Vorsteher. Draußen sei die Situation immer noch die gleiche gewesen, aber die Jünger seien froh geworden, als sie Jesus sahen.
Das Bild übertrug der Priester auf die heutige Zeit. Sorgen vieler Art könnten belasten und vielleicht sei man in sich selbst verschlossen und wisse gar nicht weiter. Dann könne es hilfreich sein, sich auf den Willen Gottes zu fokussieren, das Evangelium Jesu Christi in den Raum zu stellen und dadurch zu erleben, wie die Situation sich drehe. Manchmal sei Gottes Hilfe nicht in der Veränderung der äußeren Verhältnisse zu spüren sondern im Inneren, schloss Priester Reiser.
In zwei Co-Predigten trugen Priesterin Sandra Reiser und Diakonin Lara Velten zu dem Gehörten bei.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls kamen das Jubelpaar und der Vorsteher vor dem Altar zusammen. Priester Reiser erzählte, dass er durch Zufall einmal entdeckt habe, dass in manchen Uhrwerken Rubine verarbeitet seien. Er erklärte, dass diese Edelsteine beständig und fest seien und daran kein Verschleiß zu erwarten sei. Diese Beständigkeit unterstrich er mit dem Bibelwort aus 1. Petrus 4,8. Mit einem weiteren Wort aus Römer 8,38-39 hob der Vorsteher hervor, wie wichtig es sei, fest in der Nachfolge und Liebe Jesu Christi zu bleiben.
Das Paar reichte sich nach der Ansprache die rechte Hand und empfing den Segen zur Rubinhochzeit.
Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Gemeindechor begleitet, der einige Liedwünsche des Paares erfüllte. So wurde u.a. vorgetragen „Ich der Herr von Erd und All“ (Chormappe 388) und „Gott sei uns gnädig“. Sichtlich gerührt lauschte das rubinfeiernde Paar einem besonderen Halleluja, vorgetragen von Sandrine Velten und am Flügel von Illona Ullmann begleitet. Zu „Der Herr ist mein Licht“ (Chormappe 162) erhob sich die ganze Gemeinde und die Dirigentin führte alle gemeinsam durch dieses Lied, das vielen aus Jugendzeiten noch im Gedächtnis war.
24. April 2026
Text:
Sandra Reiser
Fotos:
Gerhard Grapp,
Sandra Reiser
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