Die vier leuchtenden Adventskerzen vor dem Altar der Saarbrücker Kirche waren am Sonntag, dem 22. Dezember 2024 ein wenig zur Seite gerückt, die rote Weihnachtsdekoration durch Rosa und Weiß ersetzt. Ganz klar standen an diesem Tag die beiden jüngsten Gemeindemitglieder im Mittelpunkt, die das Sakrament der Heiligen Wassertaufe empfangen sollten.
Den Gottesdienst, den Gemeindevorsteher Priester Didier Reiser leitete, begannen 120 Anwesende mit dem Lied „Ihr Kinderlein kommet“ (Nr. 24, neuapostolisches Gesangbuch). Das Bibelwort stand in Jesaja, 42.9: „Siehe, was ich früher verkündigt habe, ist gekommen. So verkündige ich auch Neues; ehe denn es sprosst, lasse ich’s euch hören“.
Verheißungen und Glaube
Unter der Überschrift „Er gibt Verheißungen und er erfüllt sie“ führte Priester Reiser anhand verschiedener Bespiele aus, wie Gottes Versprechen sich erfüllten. So sprach er unter anderem von Elisabeth, die hochbetagt ein Kind empfing, und von Maria, die als Jungfrau schwanger wurde. Er legte den Schwerpunkt darauf, dass Glaube die Voraussetzung zur Erkenntnis dessen sei.
Dabei sei Glaube nicht angeboren, so der Vorsteher, sondern müsse sich entwickeln. Er stellte heraus, dass Gottesdienstbesuche, Beten und der Austausch unter Gläubigen diese Entwicklung förderten. Hier sprach er auch besonders die Eltern an und bat sie, die Kinder in diesem Prozess zu unterstützen.
Handauflegung und Gebet
Während der Gemeindechor das Lied „Ins Wasser fällt ein Stein“ vortrug, brachten die Eltern ihre Kinder vor den Altar. Priester Reiser erläuterte einleitend die etymologische Bedeutung der Vornamen (Lina-Sophie: die Sanfte, die Weise, Lotta: die Freie, die Tüchtige, die Geliebte) und betonte, dass die Heilige Wassertaufe im Namen Gottes durchgeführt werde – Gott wende sich damit den Seelen in Liebe zu.
Mit offenen Augen bezeugte die Gemeinde die Taufhandlung, die ein Baby verschlief, während das andere fasziniert nach dem Knopf am Anzug des Vorstehers angelte. Ein gemeinsam von allen gesungenes Lied war der festliche Schlusspunkt des Gottesdienstes.
23. Dezember 2024
Text:
Sandra Reiser
Fotos:
Gerhard Grapp
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