Die Völklinger Kirche war mit 200 Teilnehmenden gut besucht, und an weiteren 60 Empfangsgeräten (IPTV und Telefon) begleitete eine große Festgemeinde, zusammengesetzt aus den beiden Kirchengemeinden Saar und Völklingen, den Konfirmationsgottesdienst von Apostel Gert Opdenplatz am Sonntag, den 4. Mai 2025 in der Völklinger Kirche. Drei Konfirmandinnen und ein Konfirmand übernahmen in diesem Festgottesdienst die eigene Verantwortung über ihr Glaubensleben.
Vanessa Gier aus der Kirchengemeinde Saar sowie Miriam Augusto, Lara Luisa Dauber und Jan Petri aus der Kirchengemeinde Völklingen standen im Mittelpunkt des Festgottesdienstes. Apostel Gert Opdenplatz legte seiner Predigt das Bibelwort aus Philipper 2,4 zu Grunde: "...ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient."
Zu Beginn seiner Ausführungen sprach der Apostel die Konfirmandinnen und den Konfirmanden direkt an. Zu viert sei es eine schöne Sache, gemeinsam "Ja zum Guten und Nein zum Bösen" sagen zu können. Er sei bei seiner Konfirmation ganz alleine und ziemlich aufgeregt dabei gewesen.
Nächstenliebe statt Egoismus
Das Bibelwort stelle den Gegensatz zur derzeit immer deutlicher werdenden Gesinnung vieler Menschen dar, die als Egoisten durch das Leben gehen würden, getreu dem Motto "Hauptsache mir geht es gut". Jeder Mensch habe ein Recht darauf, fröhlich und glücklich zu sein und sich auch selbst zu verwirklichen. Aber hierbei dürfe ein Gedanke nie in den Hintergrund geraten: "der Andere ist genau so viel wert wie ich!"
In den Gedanken des Stammapostels zur diesjährigen Konfirmation sei ein Satz besonders erwähnenswert: die Gemeinde solle die jungen Christinnen und Christen nicht belehren wollen, sondern sie lieben! Sie sollten sich in ihrer Gemeinde wohlfühlen und einen Platz finden können.
Ein christlicher Lebensgrundsatz sei, Gutes zu tun, um anderen eine Freude zu bereiten. Hierbei dürften sich gerne Netzwerke bilden, bei denen sich einer auf den anderen verlassen könne. Dies stelle die Gesinnung Jesu im täglichen Leben heraus. Gemeinschaftssinn solle nicht aus Zweckmäßigkeit gelebt werden, sondern aus Liebe.
Segensreicher Konfirmandenunterricht
In seiner Kopredigt betonte Priester Dieter Fuhrmann, wie schön die vielen gemeinsamen Augenblicke im Kreise der jugendlichen Geschwister gewesen seien. Gemeinsam mit Glaubensschwester Christine Duchêne hätten die beiden Lehrkräfte selbst oft viel Kraft und Motivation aus den Unterrichtsstunden gezogen.
Christine Duchêne verlas zu Beginn der Konfirmationshandlung den Brief des Stammapostels zur diesjährigen Konfirmation. Danach bekräftigten die zu Konfirmierenden mit einem "Ja", dass sie von nun an ihr Glaubensleben in Eigenverantwortung und in der Nachfolge Jesu Christi führen wollen. Dann legten sie gemeinsam das Konfirmationsgelübde ab. Der Apostel spendete ihnen den Segen und hieß sie danach im Kreis der jugendlichen Glaubensgeschwister herzlich willkommen.
7. Mai 2025
Text:
Gerhard Grapp
Fotos:
Lars Hedrich
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