Aufgrund eines anderen Kalenders feiern ukrainische Christen Ostern eine Woche später als die Westkirche. Die neuapostolische Gemeinde in Völklingen-Warndt hatte ihr Osterfest bereits gefeiert. Es leben aber viele Menschen in unserem Land, die aktuell weder Heimat noch eine Kirche haben, in der sie Gottesdienst feiern können. Deshalb lud die Gemeinde wie zuletzt an Weihnachten zu einem gemeinsamen Gottesdienst ein. 135 Teilnehmer sowie etliche Zuhörer und Zuschauer per IPTV erlebten den Ostergottesdienst mit Bischof Strobel.
Übersetzerin Iryna leistete ganze Arbeit, indem sie jeden Satz des Gottesdienstes ins Ukrainische übersetzte. Mit einigen zuvor gelernten Worten begrüßte der Bischof die Gemeinde auf Ukrainisch, vornehmlich auch mit dem Ostergruß: Christus ist auferstanden! Traditionell antworten in der Ostkirche die Gläubigen mit: „Christus ist wahrhaftig auferstanden!“.
Das Liedgut
Der Kinderchor „Ukrainisches Souvenir“ unter der Leitung von Diana Schommer-Kalmetova umrahmte den Gottesdienst mit berührenden Liedern in deutscher und ukrainischer Sprache. Sichtlich bewegt war die Gemeinde, als sie die Worte hörte: „Ein bisschen Frieden, ein bisschen Sonne für diese Erde, auf der wir wohnen.“
Das Bibelwort und Ostern
Der Bischof stellte sein Dienen unter das Bibelwort aus 2. Korinther 4, 14: „Denn wir wissen, dass der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, wird uns auch auferwecken mit Jesus.“
In seinen Ausführungen ging der Bischof zunächst darauf ein, dass Christen an jedem Sonntag Ostern feiern könnten. Denn Christus sei an einem Sonntag auferstanden. Seine Gegner sahen im Tod Jesu eine Widerlegung seines Anspruchs und seiner Lehre. Die Auferstehung hingegen zeige, dass sich alles, was er zuvor gesagt hatte, bewahrheitete – seine Botschaft war richtig. Christus hat gesiegt.
Die Lesung
Wie zu jedem Hochfest wurde auch ein Abschnitt aus der Heiligen Schrift in ukrainischer Sprache von einer Jugendlichen in würdiger und schöner Weise vorgetragen. Auf die deutsche Sprache wurde verzichtet, da der Text aus Markus 16; 1-15 bereits am Sonntag zuvor zu hören war.
Die Auferstehung und der Auferstehungsleib
Wie erklärt man dieses schwierige Bild? Der Bischof verglich die Auferstehung mit einem Schmetterling, zuvor als Raupe und Puppe sei das Tier unscheinbar gewesen und auch nicht von jedem gemocht worden. Sehe man jedoch den Schmetterling, sei man erfreut, denn es sei etwas Wunderschönes entstanden.
So könne sich auch der Mensch verwandeln, wenn er Christus nachfolge, um mit ihm vereint zu sein. Dann ist es nicht nur Christus, der auferstanden ist, sondern es entsteht das Bild einer Wiese voller bunter Schmetterlinge – ein Sinnbild all jener, die ihm gefolgt sind.
Drei Ratschläge für die Verwandlung
- Glaube an Jesus und mache es wie er auch in schweren Zeiten! Christus hat seinem Vater immer vertraut, und letztlich ist er auferstanden!
- Liebe deinen Nächsten wie Jesus! Er hat nie aufgehört die Menschen zu lieben, und letztlich ist er auferstanden!
- Vergiss das Wesentliche nicht und trachte nach dem Reich Gottes! Jesus hatte die Weisheit, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und sich auf Gott zu konzentrieren, und ist letztlich auferstanden!
Die Co-Predigt
Der Gemeindevorsteher, Evangelist Stephan Petri, ergänzte den Gedanken der Raupe und des Schmetterlings durch die Erfahrungen, die eine solche Raupe in ihrem Leben mache. Manchmal komme auch ein Rasenmäher des Hasses und verändere alles. Wichtig sei es aber das Ziel der Raupe, sich zu ernähren, um ein Schmetterling zu werden, nicht aus den Augen zu lassen. Im Hinblick auf das Heilige Abendmahl biete Christus das jedem an.
Gemeinschaft – auch nach dem Gottesdienst
Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Gemeinde noch zu Kaffee und Kuchen ein. Auch einige Eltern der Kinder des Kinderchores brachten Leckereien mit. Diese wurden gemeinsam genossen und es kam es zu vielen schönen Gesprächen.
19. April 2026
Text:
Stephan Petri
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