Gottesdienste sind zentrale Bestandteile des Gemeindelebens in der Neuapostolischen Kirche. Besonders bewegend wird es, wenn eine Heilige Wassertaufe gefeiert wird – so auch am Sonntag, dem 14. September 2025, in Dillingen. Die Gemeinde versammelte sich gemeinsam mit Familie und Freunden des kleinen Raphael, um dessen Taufe mitzuerleben und ihn in der Gemeinschaft willkommen zu heißen.
Während der Predigt, die auf dem Bibelwort aus Matthäus 6,13a basierte, ging Gemeindevorsteher Priester Joachim Hauser auf das Thema Prüfungen und Versuchungen ein. Gott lasse Prüfungen zu, führe aber nicht aktiv in sie hinein, so der Vorsteher, und verwies damit auf die Geschichte des Hiob im Alten Testament. Jesus sei das Vorbild, nach dessen Verhalten man in Prüfungen agieren und sich auf sie vorbereiten sollte, erklärte Priester Hauser weiter. Jesus habe 40 Tage in der Wüste zur Vorbereitung auf seine Mission genutzt und sei in diesem geschwächten Zustand von Satan versucht worden. Er habe Satan widerstanden, erinnerte der Priester die Gemeinde. Nach dieser Vorbereitung, zu Beginn seiner Lehrtätigkeit, habe sich Jesus durch Johannes taufen lassen.
Jesus habe Anfechtung und Prüfung nicht nur als Gottessohn, sondern auch als Mensch durchlebt, führte Priester Christof Jagielski in der Co-Predigt aus. Jesus sei auch als Mensch 40 Tage in die Wüste gegangen, um Verbindung zu Gott aufzubauen, so der Priester weiter. Diese Verbindung habe Jesus gefunden und daraus Kraft gezogen. Dies sei auch für die Christen heute wichtig: Verbindung zu Gott schaffen und daraus Kraft ziehen, schloss Priester Jagielski seine Predigt.
Ein besonderes Ereignis dieses Gottesdienstes war die Heilige Wassertaufe des kleinen Raphael. Die Gemeinde durfte miterleben, wie er in ein erstes Näheverhältnis zu Gott hineingeführt wurde. Es sei wunderbar, Kinder in der Gemeinde zu haben, betonte Priester Hauser, denn sie seien Zeichen der Zukunft und Hoffnung. Jedes Gemeindemitglied sei aufgerufen, Kinder zu fördern, ihnen mit Liebe zu begegnen und Toleranz zu leben. Der Mensch dürfe selbst entscheiden, ob er zu Gott wolle – doch um diese Entscheidung treffen zu können, müsse er Gott kennen. Dieses Kennenlernen sei Aufgabe der Eltern, von Familie, Freunden, Gemeinde und Kirche, so der Priester weiter. Sie alle trügen gemeinsam Verantwortung dafür, dass Gottes Nähe erfahrbar werde.
24. September 2025
Text:
Stefan Krämer
Fotos:
Manfred Gawe
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