Im Mittelpunkt des Gottesdienstes am Mittwoch, dem 04.02.206 in Dilligen, mit Bischof Pascal Strobel stand das unerschütterliche Vertrauen auf Jesus Christus. Anhand der biblischen Begebenheit des sinkenden Petrus riet der Bischof, den Fokus auf den Glauben auch bei tiefsitzenden Lebensbelastungen nicht zu verlieren. Nächstenliebe und Versöhnung dienen dabei als Kompass. Ein besonderer Moment der Gemeinschaft war zudem die Verabschiedung von Priester Frank Simon in den Ruhestand nach 43 Dienstjahren.
Das Bibelwort zum Gottesdienst las Bischof Pascal Strobel aus Matthäus 14, 33: "Die aber im Boot waren, fielen vor ihm nieder und sprachen: Du bist wahrhaftig Gottes Sohn!"
Der Bischof eröffnete seine Predigt mit der Aussage, dass der Glaube des Petrus so stark gewesen sei, dass er über das Wasser hin zu Jesus gehen konnte. Doch sobald sein Glaube abgelenkt wurde, begann er zu sinken, so Bischof Strobel weiter. Der gläubige Mensch brauche sich nicht von Jesus ablenken zu lassen, denn „Jesus hat dich im Blick“. Das gelte auch für unsere Tage, fuhr der Bischof fort.
Der Maulbeerbaum: Sinnbild für festgefahrene Situationen
Im weiteren Verlauf der Predigt nahm Bischof Strobel Bezug auf einen Gottesdienst von Stammapostelhelfer Helge Mutschler. Er griff dessen Gedanken auf, wonach der in Lukas 17,5–6 genannte Maulbeerbaum als Sinnbild für tief verwurzelte Aspekte im Leben stehe – für Situationen, Haltungen oder Erfahrungen, die festgefahren schienen und sich kaum noch verändern ließen.
Diese tiefsitzenden Erfahrungen könnten, so Pascal Strobel weiter, oft als Triggerpunkte für verschiedenste menschliche Reaktionen dienen. Da solche Reaktionen mitunter verletzend sein können, riet der Geistliche den Betroffenen, sich im Umgang miteinander an Jesus zu orientieren. Jesus sei das vollkommene Beispiel für gelebte Nächstenliebe. Der Mensch solle vergeben, versöhnlich sein und seinem Gegenüber mit Wohlwollen begegnen. Vor allem dürfe man dem anderen niemals absprechen, dass auch er von Gott geliebt wird und Gott ihn ebenso erretten will, riet der Bischof der Gemeinde.
Die Kraft des Senfkornglaubens
In einem Predigtbeitrag erläuterte der Gemeindevorsteher, Priester Joachim Hauser, dass Petrus sicherlich Angst hatte, als er den Glaubensfokus verlor und nach unten ins Meer gezogen wurde. Dem Einzelnen mag es oft so ergehen, wenn die Situationen des Lebens den Glauben prüfen. Der Priester führte aus, dass man sich oft fühlt, als stünde man fest im Glauben und könne – frei nach Psalm 18,30 – mit seinem Gott über Mauern springen. Doch dann komme man unerwartet in Situationen, verliere seinen Glauben und werde nach unten gezogen wie Petrus, so der Priester weiter. An dieser Stelle gelte es, „den kleinen Glauben an den großen Gott“, den „Senfkornglauben“ zu haben. Dabei bezog er sich ebenfalls auf den oben erwähnten Gottesdienst.
Nach 43 Dienstjahren: Priester Frank Simon in den Ruhestand verabschiedet
In diesem Gottesdienst wurde Priester Frank Simon nach 43-jähriger Amtszeit in den Ruhestand versetzt. Der Bischof dankte dem Priester für seinen langjährigen Dienst in der Neuapostolischen Kirche und widmete ihm ein Bibelwort aus Psalm 119, 76–77: „Deine Gnade soll mein Trost sein, wie du deinem Knecht zugesagt hast. Lass mir deine Barmherzigkeit widerfahren, dass ich lebe; denn ich habe Freude an deinem Gesetz.“
14. Februar 2026
Text:
Stefan Krämer
Fotos:
Stefan Krämer,
Silvia Weller
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