Stollen, harte Arbeit und der Herzschlag einer Region – die Steinkohlegrube in Landsweiler-Reden war einst ein pulsierendes Zentrum des saarländischen Bergbaus. Heute erinnern die nicht mehr genutzten Gebäude an den industriellen Pulsschlag vergangener Zeiten. Das Strukturwandelprojekt Reden hat das Grubengelände in eine eindrucksvolle Kulturlandschaft verwandelt, in der Geschichte erlebbar wird. Wo einst Kumpel in den Schacht einfuhren, treffen sich heute Besucher auf Kunst, Natur und Strukturwandel. Eine Gruppe aus Dillingen besuchte am Donnerstag, den 19. Juni 2025 diesen Ort, der Vergangenheit bewahrt – und gleichzeitig Zukunft atmet.
Der gewählte Besichtigungstermin, kurz vor einem Gottesdienst für Entschlafene, hatte dabei eine besondere Bedeutung. Denn auf dem Gelände erinnert ein Stein an die 150 Bergleute, die am 28. Januar 1907 durch eine Schlagwetter- und Kohlenstaubexplosion ums Leben kamen. Ein älterer Gedenkstein weist auf die 35 Opfer einer ähnlichen Katastrophe vom 20. Oktober 1864 hin.
Anteil nehmend an dieser Tragödie wurde ein Blumenbouquet niedergelegt und mit einer Gedenkminute der Opfer gedacht. Zudem wurde das traditionelle Einfahrtsgebet der Bergleute verlesen. Abschließend sangen die Anwesenden gemeinsam „Der Herr ist mein Hirte“.
Früher war es oft üblich, dass nach getaner Arbeit und Besuch des „Weißbads“ die Schicht in der „Kaffeeküch“ abgeschlossen wurde. Und so endete auch die Führung: mit einem traditionellen Bergmannsfrühstück und einem gemeinsamen „Steigerlied“.
Ein besonderer Dank gilt Uwe Plack und Alexandra Fries für die Organisation einer eindrucksvollen Führung über das Gelände und den beiden ehemaligen Kumpel, die sie stilecht in Bergmannstracht unterstützt haben. Glück auf!
10. Juli 2025
Text:
Stefan Krämer
Fotos:
Redaktion
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