Der lang ersehnte Segen zur Heiligen Versiegelung, die Ordination neuer Geistlicher, die Ruhesetzung eines Seelsorgers sowie die Gründung eines neuen Gemeindeverbunds: wahrhaft genügend Anlässe für einen besonderen Festgottesdienst am Sonntag, 13. Oktober 2024 in Saarbrücken. Apostel Gert Opdenplatz hatte seinen Besuch schon viele Monate vorher angekündigt, und so war alles bestens auf diesen Tag vorbereitet.
Sieben Gemeinden waren in das Saarbrücker Gotteshaus eingeladen, sechs Gemeinden per IPTV angeschlossen. So war es möglich, dass alle Glaubensgeschwister des Bezirks den Festgottesdienst "live" erleben konnten. Der Bezirkschor und das Bezirks-Orchester sorgten für den festlichen Rahmen. 315 Teilnehmer konnten in der Kirche gezählt werden, per IPTV wurden 42 Empfangs-Geräte registriert, und über Telefon hatten sich 20 Teilnehmende eingewählt.
Als Grundlage des Festgottesdienstes hatte Apostel Gert Opdenplatz das Bibelwort aus Psalm 92, 1-3 zu Grunde gelegt: "Ein Psalm. Ein Lied für den Sabbattag. Das ist ein köstlich Ding, dem HERRN danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen".
Dankes-, Lob- und Bekenntnisgottesdienst
"Heute morgen möchte ich diesen Gottesdienst mit euch gemeinsamen zu einem Dankes-, Lob- und Bekenntnisgottesdienst gestalten." Unter diese Überschrift stellte der Apostel seine Predigt. Die Überschrift des 92. Psalms laute "Freude am Lob Gottes". Er erläuterte dies unter anderem an Psalm 104. Dieser mache deutlich, dass man Gott eigentlich "24/7" - also vierundzwanzig Stunden an sieben Tagen in der Woche loben solle. Der einzelne Mensch sei dazu nicht in der Lage, aber die Menschheit als Gemeinschaft, die gesamte Schöpfung sei dazu sehr wohl in der Lage.
In der letzten Copredigt vor seiner Ruhesetzung wandte sich der Bezirksevangelist Gerhard Darm an die Kinder mit den Worten "Schön, dass ihr da seid. Das freut uns alle riesig." Er war viele Jahre unter anderem für die Kinderseelsorge verantwortlich und hatte ein ganz besonderes Verhältnis zu den vielen Kindern im Bezirkt Saar-Pfalz aufbauen können.
Als Vermächtnis an alle Anwesenden gerichtet, gab er aus dem Refrain eines Liedes den Wunsch mit: "Zähl die Gnadengaben, denke immer dran, was dein Gott dir Gutes hat getan" (Gesangbuch Nr. 214).
Bischof Pascal Strobel bereitete in seiner Copredigt die Gemeinde auf das Heilige Abendmahl vor. Er betonte hierbei den besonderen Aspekt des Heiligen Abendmahles als Dankesmahl.
Heilige Versiegelung
Aus der Gemeinde Saarbrücken hatte Esther Schönemann den Wunsch geäußert, zukünftig ein vollwertiges Mitglied der Neuapostolischen Kirche zu sein. Sie durfte einige Monate zuvor bereits in die Gemeinde aufgenommen werden. Der eineinhalbjährige Oskar Assmuss wurde von seinen Eltern vor den Altar getragen. Beide Seelen empfingen durch Handauflegung des Apostels die Gabe Heiligen Geistes.
Vor der Sakraments-Spendung gab der Apostel den Beiden das Bibelwort mit: "Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte" (Jeremia 31,3). Aus lauter Güte habe Gott uns gezogen - nicht, weil wir besser wären als andere, so der Apostel, an die Seelen gewandt.
Ruhesetzung von Bezirksevangelist Gerhard Darm
"...recht so, du guter und getreuer Knecht..." (aus Matthäus 25,21). Mit diesem Bibelwort leitete Apostel Opdenplatz die Ruhesetzung des stellvertretenden Bezirksvorstehers, Bezirksevangelist Gerhard Darm, ein. Dieser Gedanke sei ihm gekommen, als er sich gedanklich mit der Ruhesetzung befasst habe. Und dies sei auch das gewesen, was Gerhard Darm in den Gemeinden und im Bezirk immer verkörpert habe: ein guter und getreuer Knecht
Der Bezirksvorsteher, Bezirksevangelist Klaus Dieter Weller, bedankte sich ebenfalls in berührenden Worten und mit einem großen Blumenstrauß bei seinem bisherigen Mitstreiter. Anschließend bereiteten die Kinder des Bezirks dem Bezirksevangelisten noch eine Abschiedsüberraschung in Form eines Liedvortrages.
Gerhard Darm wirkte mehr als 40 Jahre in verschiedenen Ämtern, unter anderem fast 11 Jahre als Vorsteher der Gemeinde Fechingen sowie zwei Jahre als Vorsteher der Gemeinde Homburg. Seit 2002 unterstützte er als Bezirksevangelist die jeweiligen Bezirksvorsteher im Bezirk Saarbrücken und später im Bezirk Saar-Pfalz. Eines seiner besonderen Aufgabengebiete war die Kinderseelsorge.
Zwei Seelsorgerinnen für Saarbrücken
Zwei neue Geistliche schenkte Apostel Gert Opdenplatz der Gemeinde Saarbrücken: Lara-Sophie Velten empfing die Ordination zur Diakonin, und Sandra Reiser wurde zur Priesterin ordiniert. In seiner Ansprache vor der Ordination machte der Apostel den Glaubensschwestern und der gesamten Gemeinde bewusst: das einzige, was in der Ausübung eines geistlichen Amtes zähle, sei die uneingeschränkte Liebe zu Jesus Christus. Was aus der Liebe zu ihm (Jesus) und den Anvertrauten in der Gemeinde getan werde, das sei wohlgetan, so der Apostel.
Lara Sophie Velten ist 24 Jahre alt und seit mehreren Jahren bereits in der Kinderseelsorge sowie in verschiedenen Orchestern der Neuapostolischen Kirche aktiv. Sie übernimmt - neben dem Diakoninnen-Amt - auch ab sofort die Leitung der Kinderseelsorge in der Gemeinde Saarbrücken.
Sandra Reiser ist 46 Jahre alt. Sie ist von Geburt an neuapostolisch und wuchs in einem gläubigen Elternhaus auf. Seit 25 Jahren ist sie in der Gemeinde Saarbrücken. Sie ist verheiratet und Mutter von drei Kindern. Als Organistin teilt sie sich den Orgeldienst im Gottesdienst mit mehreren weiteren Gemeindemitgliedern. Seit Juni 2023 ist sie als Diakonin in der Gemeinde Saarbrücken tätig.
Zweiter Gemeindeverbund im Bezirk Saar-Pfalz
Letzte Segenshandlung im Festgottesdienst war die Gründung eines neuen Gemeindeverbunds aus den Gemeinden St. Ingbert und Homburg. Die Amtsträger der zwei Gemeinden sind ab sofort für beide Gemeinden zuständig. Der bisherige Vorsteher von St. Ingbert, Priester Achim Udo Vinçon, wurde mit der Leitung des Gemeindeverbundes beauftragt. Die beiden Priester Achim Weinand (St. Ingbert) und Wolfgang Dieter Eicher (Homburg) seien in Abwesenheit des Vorstehers stellvertretende Ansprechpartner in ihren Gemeinden, so der Apostel. Er lege besonders viel Wert auf das Einssein im Ämterkreis, betonte er in seiner Ansprache an die Seelsorger der beiden Gemeinden.
Mit dem Lied "Singt ein Lied von Gott" (Chorbuch Nr. 344) beendete der Chor festlich den Gottesdienst. Die Teilnehmenden hatten danach Gelegenheit, dem Ruheständler und den frisch ordinierten Seelsorgerinnen ihre guten Wünsche auszudrücken.
14. Oktober 2024
Text:
Gerhard Grapp
Fotos:
Wolfgang Eicher
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