Seinen ersten Gottesdienst im Bezirk Saar-Pfalz hielt Apostel Stefan Pöschel am Sonntag, dem 18. Februar 2024 in Saarbrücken. Über 400 Anwesende aus 8 Gemeinden des Bezirks hatten sich versammelt und erwarteten gespannt ihren künftigen Bezirksapostel. „Danke“ war als Schriftzug am Altar zu lesen – ein Gruß aus der Festgemeinde in Hinblick auf die vielen Handlungen, die er durchführen würde. Nicht weniger als ein Viertel der Anwesenden wirkten im gemischten Chor oder im Orchester mit. Via IPTV wurde der Gottesdienst in die übrigen Gemeinden des Bezirks Saar-Pfalz und in den Bezirk Trier übertragen.
Apostel Pöschel ging zu Beginn des Gottesdienstes auf die industrielle Prägung der Region Saar ein und wie lange Zeit der Bergmannsgruß „Glück auf“ bei Begegnungen miteinander gesprochen wurde. „Ich wünsche dir Glück, es tue sich ein Gang vor dir auf“ und „du mögest etwas Wertvolles finden“ habe man dem Angesprochenen damit sagen wollen. Der Apostel forderte dazu auf, im Gottesdienst, im verkündeten Wort danach „zu graben“, was für das Leben jedes Einzelnen wertvoll und bereichernd sei.
Glaube, Liebe, Hoffnung
Die Grundlage für die Predigt las der Bezirksapostelhelfer aus 1. Thessalonicher 1,2.3: „Wir danken Gott allezeit für euch alle und gedenken euer in unsern Gebeten und denken ohne Unterlass vor Gott, unserm Vater, an euer Werk im Glauben und an eure Arbeit in der Liebe und an eure Geduld in der Hoffnung auf unsern Herrn Jesus Christus.“
Er stellte die Lebendigkeit und Begeisterung der Frühchristen in Thessalonich in den Fokus und wie auch heute der Glaube zur Entscheidungsgrundlage gemacht und das Evangelium weitergetragen werden könne. Zurück in die Gemeinschaft mit Gott – das erfordere Arbeit in der Liebe, wobei die Herausforderung sei, trotz unterschiedlicher Ansichten genau darin zusammenfinden. Ein Aspekt der Hoffnung sei der Wunsch, Jesu ähnlicher zu werden und Gott den Willen zur Veränderung durch Arbeit zu zeigen, so Apostel Pöschel.
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes sollten zwei Priester in den Ruhestand versetzt werden. Wenn gewöhnlich die Amtsträger, die den aktiven Dienst beenden, noch um einen letzten Predigt-Beitrag gebeten werden, übernahm diesmal Bischof Pascal Strobel stellvertretend für die beiden Priester die Co-Predigt und würdigte darin ihr langjähriges, vielfältiges Wirken. Weiter führte der Bischof aus, dass der Mensch drei Dinge brauche, um wirklich glücklich zu sein: eine Aufgabe (der Glaube), Liebe und Hoffnung.
Vorbereitend auf das Heilige Abendmahl, legte Apostel Gert Opdenplatz das Augenmerk der Gemeinde auf die Gegenwart Jesu Christi in diesem Sakrament und schloss mit einem Liedvers „ohne dich zerstieben würde mir im Nu, Glauben, Hoffen, Lieben“, den er positiv formulierte: „Mit dir bleiben wir im Glauben, leben die Liebe und hoffen, bis du wiederkommst.“
Heilige Versiegelung, Ruhesetzung und Ordination
Acht Kinder im Alter von 3 Monaten bis 4 Jahren wurden von ihren Eltern an den Altar gebracht, um das Sakrament der Heiligen Versiegelung zu empfangen. Die Kinder mögen in den Gemeinden verankert sein und dort ein wahres Nest zum Wohlfühlen haben, gab ihnen der Apostel mit. Ganz still war es während der Sakraments-Spendung, als hätten die Kinder ihn direkt wörtlich genommen.
Ihren aktiven Dienst als Priester beendeten Gerhard Grapp aus der Gemeinde Saarbrücken und Rainer Müller aus der Gemeinde Dillingen. Der Bezirksapostelhelfer versetzte sie nach 44 bzw. 24 Jahren der aktiven Amtstätigkeit in den Ruhestand. Er fasste die Anerkennung ihrer facettenreichen Arbeit (Predigt in den Gottesdiensten, Seelsorge, musikalische Aktivitäten u.v.m.) in drei Worten zusammen: „Danke – Danke – Danke!“
Neu in den geweihten Dienst des geistlichen Amtes traten vier Schwestern: Für die Gemeinde Merzig wurden Silvia Weller und Daniela Rudolph, für die Gemeinde Holz Ute Morlok und für die Gemeinde Güdigen Anna-Lena Cleemann als Diakoninnen ordiniert. „Was wäre eine Gemeinde ohne das ordinierte Amt?“ fragte Apostel Pöschel und stellte damit die besondere Bedeutung dieser Aufgabe heraus. Auch unterstrich er noch einmal das Jahresmotto „Beten wirkt!“, indem er den Schwestern den Rat mitgab, durch das Gebet die Nähe zu Jesus und die Verbundenheit zur Gemeinde zu finden.
Viele der Anwesenden sprachen im Anschluss den Priestern in Ruhe und den vier Diakoninnen ihre Segenswünsche aus.
18. Februar 2024
Text:
Sandra Reiser
Fotos:
Gerhard Grapp,
Sandra Reiser
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