Bischof Dr. Pascal Strobel feierte am Sonntag, dem 28. April 2024 in Saarbrücken den Gottesdienst, in dem zwei junge Christen den Segen zur Konfirmation empfingen. Die Gemeinden Saarbrücken und St. Ingbert sowie Familie und Freunde der beiden Jugendlichen nahmen daran teil . Für einen festlichen Rahmen sorgte ein Instrumentalensemble, eine Singgruppe und der Gemeindechor, jeweils zusammen mit Klavier oder Orgel.
Bischof Strobel begrüßte die beiden Konfirmanden bereits vor dem Gottesdienst in der Sakristei. Er erklärte ihnen den Ablauf der Handlung und beruhigte sie. Schließlich sollten sie vor der versammelten Gemeinde ihr Konfirmationsgelübde laut sprechen und waren deswegen schon etwas aufgeregt.
Wahres Glück
Dem Gottesdienst legte der Bischof das Bibelwort aus Johannes, 14,6 zugrunde, das auch der Stammapostel als Gruß an alle Konfirmanden weltweit richtete: "Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben." Anschließend trug die Singgruppe mit Klavierbegleitung den bekannten Choral "Wohl mir, dass ich Jesum habe" vor.
Der Bischof nahm Bezug auf die Aussage des Chorals, dass es Glück sei, Jesus zu haben und stellte die Frage, was denn glücklich mache. Auf diese Frage könne man bestimmt unterschiedliche Antworten bekommen. Für die einen sei Glück, das Leben zu genießen, zu chillen, zu feiern und möglichst wenig tun zu müssen. Andere sähen in beruflichem Erfolg ihr Glück. Wieder andere fänden ihr Glück darin, von anderen anerkannt, geehrt zu werden oder Macht auszuüben. Vieles davon sei auch erstrebenswert. Er warnte aber davor, sich an diese Vorstellungen von Glück zu binden und damit sein Glück einzig davon abhängig zu machen. Die Nachfolge Jesu sei allein Garant für ewiges Glück. Sie enge nicht ein, sondern im Gegenteil: Sie befreie von allen Abhängigkeiten und Grenzen, so der Bischof.
Gottes Liebe ist der Weg
Bischof Strobel erläuterte weiter: Die Nachfolge Jesu bedeute, sich der Liebe Gottes bewusst zu sein. Dazu gehöre die Gewissheit, dass Gott jeden Menschen liebe, unabhängig von seinen Taten. So habe Jesus selbst am Kreuz für seine Peiniger um Vergebung gebeten. Damit gehöre zur Nachfolge Jesu das Bemühen, in diesem Sinne auch seine Feinde zu lieben (Matthäus 5,43.44).
Bezirksevangelist Klaus Dieter Weller griff in der Co-Predigt den Gedanken auf, dass Jesus sich als der Weg vorgestellt habe. Er erzählte die Begebenheit von einem Kriegsgefangenen, der in Malaysia in den Dschungel entkam und dort bei Dorfbewohnern Unterschlupf fand. Der wollte auf seiner Flucht die Küste erreichen und fand einen Einheimischen, der ihn durch den Dschungel geleitete. Auf die Frage, ob sie denn auf dem richtigen Weg sind, weil kein solcher zu erkennen war, antwortete der Begleiter: Ich bin für dich der Weg.
Jesus führe uns zum Heil. Auch wenn man selbst unsicher sei, lohne es sich, ihm zu vertrauen. Jesus sei der beste Freund, der für die Menschen sogar den Tod auf sich genommen habe. Wer auf die Botschaft Jesu baue, der habe auf festen Grund gebaut (Matthäus 7, 24.25), schloss Bezirksvorsteher Weller.
Im Anschluss sprach der Bischof die Konfirmanden persönlich an und ermutigte sie, sich am Gemeindeleben zu beteiligen und ihre Gaben zur Freude aller einzubringen. Auf ihr Treuegelübde hin übermittelte er den Segen zur Konfirmation. Nach dem bewegenden Vortrag des Chorals "Denn er hat seinen Engeln befohlen" durch Singgruppe und Klavier folgte die gemeinsame Feier des Heiligen Abendmahls. Zum Schluss hatten alle Anwesenden die Gelegenheit, den konfirmierten Jugendlichen ihre persönlichen Segenswünsche auszusprechen.
28. April 2024
Text:
Achim Weinand
Fotos:
Jörg Zschocke
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