Zum Kindergottesdienst des Bezirks Saar-Pfalz trafen sich am Sonntag, den 16. November 2025 ca. 50 Gottesdienstteilnehmer in der Kirche in Zweibrücken. Nach gemeinsamem Beginn mit Gesang und Gebet, trennten sich die Gruppen der 6- bis 9-Jährigen und 10- bis 14-Jährigen, um einen altersgerechten Gottesdienst zu erleben.
Den Gottesdienst für die 6- bis 9-Jährigen hielt Priester Lothar Bauer aus Zweibrücken. Begleitet und unterstützt wurde er von Diakonin Rebekka Hoffmann aus der gleichen Gemeinde.
Das Bibelwort stand in Lukas 10, 39: „Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu.“
Der Einstieg in das Bibelwort wurde mit den Kindern interaktiv mittels Legeeinheit erarbeitet. Im Fokus stand Maria – sie habe die Nähe zu Jesus gesucht und lieber seinen Worten gelauscht, als ihrer Schwester bei den häuslichen Aufgaben zu helfen. Sie habe erkannt, welche Bedeutung es für sie und ihre Seele hatte, Jesus nahe zu sein. Gemeinsam mit den Kindern wurde entwickelt, welche Möglichkeiten sie heute hätten, Jesus nahe zu sein, wie z.B. im Gebet, im Gottesdienst oder wenn man dem Nächsten etwas Gutes tut. Auch in der Feier des Heiligen Abendmahls sei die Nähe zu Jesus erfahrbar.
Vom reichen Mann und dem armen Lazarus
Eine etwas andere Herangehensweise bot sich bei den 10- bis 14-Jährigen. Priester Didier Reiser aus Saarbrücken hielt den Gottesdienst mit Unterstützung von Priesterin Silvia Weller aus Merzig und Diakonin Lara Velten aus Saarbrücken.
Das Bibelwort stand in Lukas 16, 19 -21: "Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbares Leinen und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Ein Armer aber mit Namen Lazarus lag vor seiner Tür, der war voll von Geschwüren und begehrte sich zu sättigen von dem, was von des Reichen Tisch fiel, doch kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren." Zum besseren Verständnis wurde es zusätzlich aus der Bibelübersetzung „Hoffnung für alle“ vorgelesen.
Den Einstieg in die Thematik fanden die Kinder durch einen aktiven Part: Sie suchten rund um das Kirchengelände Fotos von Stolpersteinen, die im Vorfeld dort platziert worden waren. Priester Reiser erklärte die Bedeutung dieser Steine. Dabei kam die Frage auf, wo die Seelen der Verstorbenen ihren Platz fänden. Gemeinsam stellten der Priester und die Kinder heraus, dass es einen Bereich der Gottferne und der Gottnähe im Jenseits gebe. Damals, zu Zeiten des Lazarus, habe eine unüberwindbare Kluft diese Bereiche voneinander getrennt. Jesus Christus habe diese Kluft überwunden – somit sei Heil und Erlösung für die Seelen im Jenseits möglich, indem sie von der Gottferne in die Gottnähe kämen. Auf die Frage, was bereits auf der Erde getan werden könne, um in die Nähe Gottes zu kommen, antworteten die Kinder: Beten, Gutes tun, den Gottesdienst besuchen und die Feier der Sakramente.
Priesterin Silvia Weller bereitete die Kinder auf die Feier des Heiligen Abendmahls vor. Durch einen Frage-Antwort-Dialog näherten sich die jungen Christen dem Thema Versöhnungsbereitschaft in Bezug auf Sündenvergebung und Heiliges Abendmahl.
26. November 2025
Text:
Isabell Hauser
Fotos:
Isabell Hauser,
Lara Velten
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