Für viele gläubige Christinnen und Christen ist die Geschichte vom Turmbau zu Babel ein feststehender Begriff aus dem Religions- oder Sonntagsschul-Unterricht. Die Sprachverwirrung diente hierbei als göttliches Zeichen, dass der Mensch sich nicht zu mächtig fühlen - und vor allem nicht über Gott erheben solle. Am Sonntag, den 17. November 2024, trafen sich 50 Gottesdienst-Teilnehmende zum Kindergottesdienst in der Saabrücker Kirche, um dieses Thema aufzuarbeiten.
Mit musikalischem Programm sowie Gebet und Verlesen des Bibelwortes durch ein Kind begann zunächst alles "gemeinsam". Danach wurden die Altersklassen der 6-9-Jährigen und der 10-14-Jährigen räumlich voneinander getrennt, um mit beiden Gruppen das Bibelwort altersgerecht zu erarbeiten.
Das Bibelwort hierzu stand in 1.Mose 11, 4: "und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut über die ganze Erde."
Der Turmbau zu Babel bei den 6- 9-Jährigen…
Den Kindergottesdienst für die 6- 9-Jährigen hielt Priester Christian Cleemann aus Güdingen. Er erarbeitete mit den Kindern die Schwierigkeit der Verständigung zwischen Menschen mit unterschiedlichen Nationalitäten und sprachlicher Herkunft. Gott habe gezielt das Mittel der ‚Sprachverwirrung‘ gewählt, um den Bau des Turmes zu verhindern. Dies habe er getan, weil ihm der Übermut/Hochmut der Menschen nicht gefallen habe. Nachfolgend wurden die Kinder durch eine Bildauswahl an Türmen der heutigen Zeit (Burj Khalifa, Eifelturm etc.), durch das bildhafte Verlesen der Geschichte des Turmbaus zu Babel in Form eines Kamishibai sowie den Bau eines eigenen Turmes aus Kartonagen ‚gedanklich‘ mitgenommen in die damalige Zeit in Babylonien.
…und weiter mit den 10-14-Jährigen…
Die 10-14-Jährigen wurden von Priester Didier Reiser aus Saarbrücken angeleitet. Er wählte den Einstieg in die Thematik über die zu erlernenden Sprachen in der Schule und ließ sich die Geschichte vom Turmbau zu Babel von den Kindern nacherzählen. Gemeinsam wurden Sätze erarbeitet, die in der heutigen Zeit auf einer Baustelle Verwendung finden könnten und diese mittels Google-Übersetzer in unterschiedliche Sprachen übersetzt. Dabei veränderte sich die Bedeutung des Gesagten in der Übersetzung auch inhaltlich häufig. Dies verdeutlichte den Kindern, dass die ‚Sprachverwirrung‘ in Babylonien ein adäquates Mittel Gottes war, um den Bau des Turms zu stoppen und die Menschen zu zerstreuen. Anschließend wurden unterschiedliche Kommunikationsstile, auch die der nonverbalen Kommunikation, erarbeitet. Jedoch eine Sprache würden die meisten Menschen auf der Welt verstehen, so der Priester – die Sprache der Liebe. Damit wurde auf die Liebe Jesu zu den Menschen verwiesen.
…und dann noch einmal gemeinsam
Sündenvergebung und heiliges Abendmahl erlebten die Kinder als ‚Gemeinschaftsmahl‘ wieder gemeinsam. Gebet und Segen beschlossen den Kindergottesdienst, der den Kindern sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.
25. November 2024
Text:
Isabell Hauser
Fotos:
Isabell Hauser
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