Am zweiten Sonntag im Dezember wird weltweit der Weltgedenktag für verstorbene Kinder begangen – ein Tag, an dem der Kinder gedacht wird, die viel zu früh von uns gegangen sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Verlust im Mutterleib, kurz nach der Geburt oder im späteren Leben geschah.
In diesem Jahr fand in Saarwellingen-Schwarzenholz eine besondere ökumenische Andacht zu diesem Anlass statt. Sie wurde erstmals gemeinsam von der katholischen Pfarreiengemeinschaft Saarwellingen, dem Verein SternenEltern e.V. und der Neuapostolischen Kirchengemeinde Saar organisiert. Veranstaltungsort war die katholische Kirche St. Bartholomäus in Schwarzenholz, die an diesem Nachmittag in stimmungsvolles Licht getaucht war.
Die Andacht, die unter dem Motto „Fußspuren“ stand, berührte die Besucher mit einer würdevollen und tief bewegenden Atmosphäre. Gemeinsam wurden Texte, Gebete und Lieder vorgetragen. So auch eindrucksvoll auch die Geschichte von der Muschel und der Perle, die auch die kleinsten Besucher ansprach.
Fürbitten, Bibelworte und das gemeinsame Beten des „Vater Unser“ prägte den geistlichen Teil, der von der Gemeindereferentin der katholischen Kirche, Stefanie Kallenborn, und dem Gemeindevorsteher der Neuapostolischen Kirche Saar, Priester Uwe Heuser, gestaltet wurde. Musikalisch begleitet wurde die Andacht vom Chor der Neuapostolischen Kirche, dem Organisten Gerd Rech und der Chorleiterin Kerstin Heuser, die mit ihrer Geige für besonders emotionale Gänsehautmomente sorgte.
Ein Höhepunkt war das Symbolritual mit Herzen, die mit kleinen Fußspuren verziert waren. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, ein Herz nach vorne zu bringen und es an eine Stellwand zu pinnen – ein bewegender Ausdruck dafür, dass jedes verstorbene Kind Spuren in den Herzen hinterlassen hat und niemals vergessen wird. Leise Orgelmusik unterstrich diesen Moment.
Zum Abschluss der Andacht erhielten die Besucher kleine Kerzen mit Fußspuren als Erinnerung an diesen besonderen Tag. Diese Kerzen stehen im Zusammenhang mit dem weltweiten Brauch des "World Wide Candle Lighting Day": Um 19 Uhr stellen betroffene Familien Kerzen in ihre Fenster. Während die Kerzen in einer Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, sodass eine Lichterwelle die gesamte Welt umspannt und so ein Zeichen der Solidarität und des Trostes sendet.
Nach der Andacht nutzten viele Besucher die Gelegenheit, sich bei Tee und Gebäck auszutauschen.
18. Dezember 2024
Text:
Sabine Montalto
Fotos:
Sabine Montalto
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