«Seid alle Friedensstifter!» So rief Apostel Gert Opdenplatz zum Abschied den Gläubigen zu, die sich am 05. Juni 2024 in Sankt Ingbert zum Gottesdienst versammelt hatten. Sänger aus vier neuapostolischen Gemeinden bildeten an diesem Abend einen gemischten Chor. Zusammen mit einem Instrumentalensemble trugen sie zu einer festlichen Atmosphäre bei. Eingeladen zum Gottesdienst des Apostels waren außer der neuapostolischen Gemeinde Sankt Ingbert die Gemeinden Homburg, Sulzbachtal, Heusweiler-Holz und Sankt Wendel. In Anwesenheit von über 70 Gläubigen verabschiedete der Apostel Diakon Martin Gehring in den Ruhestand.
Jesus, der gerechte und arme König
Apostel Opdenplatz legte seiner Predigt das Bibelwort aus dem Propheten Sacharja 9,9 zugrunde: «Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin.»
«Jesus Christus soll auch heute im Gottesdienst in der Mitte stehen», so der Apostel. Er sei der verheißene König, der gerecht ist, hilft und sein ganzes Leben lang arm war. Er wurde arm in einem Stall geboren, er musste mit seinen Eltern als Migrant nach Ägypten fliehen. Als er später seine Nachfolger um sich sammelte und predigte, war er auf die Spenden großzügiger Mitmenschen angewiesen. Selbst sein Grab war nur geliehen.
Jesus, Grund zur Freude
Die Umstände, in denen das Volk Israel zur Zeit des Prophetenwortes lebte, boten keinen Grund zur Freude oder zum Jauchzen. Es herrschte Unterdrückung und Ungerechtigkeit, wie die Menschen es auch heute oft erfahren müssen. Doch auch heute gilt noch die Verheißung, dass Jesus Christus wiederkommen wird und ein Friedensreich aufrichten wird. Das sei Grund zur Freude und zum Jauchzen.
Auftrag an die Gläubigen
Priester Didier Reiser stellte in seiner Co-Predigt das Opfer Jesu am Kreuz in den Vordergrund. Jesus hat das wertvollste für die Menschen gegeben, das er hatte, sein Leben. Er stellte sich und den Anwesenden die Frage: «Was mache ich persönlich aus diesem Opfer?» Apostel Opdenplatz stellte fest, dass er nicht alle der heute 8 Milliarden lebenden Menschen ändern kann, sondern nur einen: sich selbst. Damit habe er viel zu tun und oft genug Probleme. Das schwierige Weltgeschehen soll niemanden daran hindern, in seinem Umfeld Samen der Liebe Gottes zu säen. In diesem Zusammenhang denke er besonders an das Bibelwort aus der Bergpredigt: «Selig sind, die Frieden stiften» (Matthäus 5, aus 9). Das sei der Auftrag, den er auch für sich aus dem Gottesdienst mitnimmt.
Ruhestand
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls setzte der Apostel Diakon Martin Gehring aus der Gemeinde Sankt Ingbert altersbedingt in den Ruhestand. Er dankte ihm für seinen zuverlässigen Einsatz in der Kirchengemeinde und die Hilfsbereitschaft, die er beständig an den Tag legte. Als besonderen Gruß widmete er ihm das Bibelwort aus 2. Timotheus 2,19: «Aber der feste Grund Gottes besteht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen.»
6. Juni 2024
Text:
Achim Weinand
Fotos:
Gerhard Grapp
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