Unter dem Motto „Brücken des Glaubens“ fand am Dienstag, dem 16. Juni 2026 das diesjährige Friedensgebet in der DITIB Grüne Moschee in Merzig statt. Wie schon in den vergangenen Jahren fanden sich die Mitglieder der islamischen, jüdischen und christlichen Glaubensgemeinschaften dieses Mal im Innenhof der Moschee zusammen.
Unterstützt von Mitgliedern der Kreisstadt Merzig eröffnete Oberbürgermeister Marcus Hoffeld das Friedensgebet und stellte das Miteinander der verschiedenen Glaubensgemeinschaften in den Mittelpunkt. Er bedankte sich an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit und das soziale Engagement in der Stadt.
Pfarrer Andreas Reinhold, von der Evangelischen Kirche führte durch die Veranstaltung. Zu Beginn sangen alle Teilnehmer gemeinsam zwei Strophen aus dem Lied: „Herr gib mir Mut zum Brücken bauen“. Auf dem Hofplatz wurden auf einem Tisch aus Holzklötzen Pfeiler einer Brücke aufgebaut, welche im Laufe der Veranstaltung von den einzelnen Religionsvertretern und -vertreterinnen mit Steinen verbunden wurden. Jede Glaubensgemeinschaft verband die Brücke mit einem Stein, welcher einen nachhaltigen Begriff beinhaltete.
Pfarrer Reinhold stellte die Wichtigkeit des Vertrauens untereinander und zu Gott als Baustein vor. Yesil Camii, welcher der Türkisch Islamischen Gemeinde vorsteht, begrüßte alle Teilnehmer recht herzlich in seiner Gemeinde und führte den Begriff Respekt aus. Im Anschluss folgten Benjamin Chait, Kantor der Synagogengemeinde Saar, mit dem Stein, welcher den Begriff Hoffnung ausführte. Philipp Kirsch, Pastoralreferent der Katholischen Kirche, behandelte das Brückenteil Gerechtigkeit und Daniela Rudolph, Vorsteherin der Neuapostolischen Kirche, übernahm die Ausführungen des Friedenssteins. Jede Glaubensgemeinschaft zitierte einen Vers aus ihren eigenen heiligen Büchern.
Zum Ende der Veranstaltung gaben alle Teilnehmer eine gemeinsame Friedenserklärung ab in der es hieß: „Wir wollen Brücken bauen statt Mauern errichten. Wir wollen einander mit Respekt begegnen. Wir wollen Frieden suchen und fördern. Wir wollen Hoffnung weitergeben. Gemeinsam tragen wir Verantwortung für eine friedliche Welt.“
Die Veranstaltung endete mit drei Segenswünschen, gesprochen von je einer christlichen, jüdischen und islamischem Vertretung. Im Anschluss wurden alle Teilnehmer dazu aufgerufen die Brücke weiterzubauen und mit Steinen des friedlichen Zusammenseins zu bestücken. Bei Getränken und Snacks klang die Veranstaltung aus.
27. Juni 2026
Text:
Daniela Rudolph
Fotos:
Dietmar Rudolph
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