Zwei kirchliche Ruhesetzungen und eine Beauftragung als neue Gemeindevorsteherin - das waren gewichtige Gründe für Apostel Gert Opdenplatz, am Donnerstag, 27. November 2025, die Gemeinde Merzig zu besuchen und dort einen Gottesdienst zu leiten. Viele Gemeindemitglieder waren der Einladung gefolgt und erlebten die Veränderungen im Kreis der Geistlichen.
Grundlage für den Gottesdienst war das Bibelwort "Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott" (Römer 2,11). In seiner Predigt legte der Apostel besonderen Wert auf Gottes Unparteilichkeit und die Gleichheit aller Menschen vor Gott. Gott habe keine Favoriten. Und im Hinblick auf Geistliche in der Gemeinde betonte der Apostel, dass ein Amtsauftrag einzig zum Dienen gegeben sei. Es mache den Amtsträger kein bisschen größer als das Gemeindemitglied. "Wenn man sich bewusst macht, wir sind vor Gott alle auf der gleichen Ebene, dann fängt christliches Denken an" - so der Apostel.
Alle Menschen sind vor Gott gleich viel wert
In seiner Copredigt betonte Bischof Pascasl Strobel, wie sich die Gleichheit vor Gott auspräge bei allen Unterschieden der Menschen in ihrem persönlichen Ausprägungen. "Vor Gott sind wir alle gleich viel wert" betonte er. Gott liebe alle Menschen gleich, seine Liebe sei immer unveränderlich. Hinweisend auf die beiden Ruheständler erwähnte der Bischof, dass beide nicht von Geburt an neuapostolisch gewesen seien. Sie hätten bewusst den Weg zum neuapostolischen Glauben gewählt. Danach seien sie auch dem Ruf in einen Amtsauftrag aus Überzeugung gefolgt.
Zwei verdiente Amtsträger
Vor der Ruhesetzung wandte sich Apostel Opdenplatz an die beiden Amtsträger. Er betonte, dass sie während ihrer Wirkungszeit stets authentisch gewesen seien und ihre Aufgaben in großer Liebe zur Gemeinde verrichtet haben.
Hier ein paar Daten zu den beiden Ruheständlern:
- Priester Thomas Tentrup, geboren im Jahr 1957, ist seit März 2005 neuapostolisch. Im März 2007 erfolgte die Ordination als Diakon, im August 2014 die Ordination als Priester. Seither war Priester Tentrup in der Gemeinde Merzig tätig.
- Diakon Dietmar Rudolph, geboren im Jahr 1960, ist seit Februar 2018 neuapostolisch. Er wirkte als Diakon in Merzig seit November 2021.
Erste Vorsteherin im Arbeitsbereich Süd
In seiner Ansprache vor der Ordination erwähnte Apostel Opdenplatz, Daniela Rudolph werde nun die erste Vorsteherin in seinem Arbeitsbereich. Sie solle sich aber ohne Scheu in den Kreis der Vorsteher als gleichwertige Seelsorgerin integrieren. Die wichtigste Antriebskraft für alles Wirken sei das Einssein - in der Gemeinde und im Amtsträgerkreis.
Daniela Rudolph wurde im Jahr 1970 geboren. Sie ist in zweiter Ehe seit 2019 mit Dietmar Rudolph verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne im Alter von 30 und 32 Jahren. Seit Mai 2017 ist sie in der Gemeinde Merzig beheimatet. Im Februar 2024 wurde sie als Diakonin ordiniert, im März 2025 erfolgte die Ordination als Priesterin. Schwerpunkt ihrer bisherigen kirchlichen Aktivitäten war die Jugendarbeit. Als gelernte Krankenschwester hatte sie ab dem 40. Lebensjahr die Möglichkeit zur beruflichen Weiterbildung, was ihr das Ausscheiden aus dem Klinikdienst ermöglichte. Heute arbeitet sie als Referatsleiterin im Gesundheitsministerium.
30. November 2025
Text:
Gerhard Grapp
Fotos:
Gerhard Grapp
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