Unter dem Motto „Barmherzigkeit“ feierte die Gemeinde Merzig am 9. November einen Sonntag voller Herzlichkeit, Kreativität und Gemeinschaft. Vom Gottesdienst bis zum Brunch stand der Tag ganz im Zeichen der Nächstenliebe.
Am Sonntag, 9. November, feierte die Gemeinde Merzig ihren diesjährigen Gemeindesonntag. Der Gottesdienst stand unter dem Motto Barmherzigkeit und nahm Bezug auf das Bibelwort aus Matthäus 25,40: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“
Kinder und Jugendliche beteiligten sich aktiv an der Vorbereitung. Eine Gruppe gestaltete eine farbenfrohe Bildcollage, die die Werke der Barmherzigkeit zeigte: Nahrung geben, Kleidung spenden, Fremde aufnehmen, Kranke besuchen. Auf diese Weise wurde sichtbar, wie Nächstenliebe im Alltag Gestalt annehmen kann.
Vor Beginn des Gottesdienstes trugen Kinder und Jugendliche Zitate von Mutter Teresa vor. Ihre Worte erinnerten an die Kraft kleiner Gesten: Liebe zeigen, teilen, verzeihen, zuhören. Sie machten deutlich, dass Barmherzigkeit nicht in großen Taten, sondern in einer Haltung des Herzens entsteht.
"Schön, dass du da bist"
Priesterin Daniela Rudolph eröffnete den Gottesdienst mit einem herzlichen „Schön, dass du da bist“. Auf jeder Bank lag ein kleiner Schokoladengruß mit dieser Aufschrift als Zeichen gelebter Gemeinschaft. In ihrer Predigt ging sie der Frage nach, was Barmherzigkeit heute bedeutet. Sie betonte, dass Hilfe viele Gesichter haben kann – ein offenes Ohr, aufrichtiges Mitgefühl oder auch eine ehrliche Ermahnung. Entscheidend sei nicht die Größe der Tat, sondern die Liebe, mit der sie geschieht.
Wichtig sei, betonte sie, dass gute Werke nicht aus Berechnung entstehen. Kein Mensch könne sich durch Handlungen das Himmelreich verdienen; es sei vielmehr Ausdruck der Nachfolge Christi, mit ehrlichem Herzen das Gute zu tun. Nur durch Gottes Gnade werde das Ziel erreicht.
Überraschung bei den Gesegneten
Priesterin Silvia Weller führte diesen Gedanken in ihrer Co-Predigt fort. Sie erinnerte an die Worte aus Matthäus 25,34-39, in denen die „Gesegneten“ überrascht sind, dass sie mit ihren Taten Christus selbst gedient haben. Diese Überraschung zeige, dass echte Barmherzigkeit ohne Hintergedanken geschieht. Das Banner am Altar trug die Botschaft zusammen: „Schön, dass du für den Nächsten da bist.“
Im Ausklang blieb die Gemeinde beim gemeinsamen Brunch beisammen. Gespräche, Lachen und ein liebevoll gedecktes Buffet zeigten, dass christliche Gemeinschaft mehr ist als Worte – sie wird im Miteinander lebendig.
16. November 2025
Text:
Daniela Rudolph
Fotos:
Amelie Weller
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