In zwei Konzerten präsentierte sich das Orchester des Bezirks Saar-Pfalz sowie ein Projektchor und -Orchester aus dem Bezirk im Februar 2025 einem interessierten Publikum. Im Mittelpunkt stand die "Deutsche Messe" von Franz Schubert.
Was zunächst Ende 2024 als Aufruf zur Mitwirkung in den Gemeinden des Kirchesbezirks Saar-Pfalz begann, wurde am Samstag, 22. Februar, und Sonntag, 23. Februar durch zwei Konzerte in der Neuapostolischen Kirche Homburg und im Dillinger Saardom gekrönt. Zwei arbeitsreiche Proben-Wochenenden waren vorausgegangen, an denen die Werke erarbeitet wurden. Und so konnten sich knapp 40 Sängerinnen und Sänger, ein neunköpfiges Orchester sowie das aus ungefähr 20 Musikerinnen und Musikern bestehende Bezirks-Orchester freudig und hoch motiviert den zahlreichen Konzertbesucherinnen und - besuchern präsentieren.
Konzert in Homburg
Das erste Konzert fand in der Homburger Kirche statt. Zunächst begrüßte der Vorsteher der Gemeinde, Priester Achim Vincon, die Zuhörenden. Dann spielten die Instrumentalisten des Bezirks-Orchesters unter Leitung von Anja Czerlinski-Keller mehrere Werke der Komponisten Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozert. Die gewählten Stücke wurden aus dem Liedrepertoire der Neuapostolischen Kirche ausgewählt. Sie werden üblicherweise als Chorwerke im Gottesdienst zu Gehör gebracht.
Während einer kleinen Umbau-Pause erläuterte Thomas Schmidt die Hintergründe der Programm-Auswahl und verwies unter anderem auf das zur Entstehungszeit der Kompositionen herrschende Gottesbild. Im Programmheft war zu lesen: "Das Gottesbild der damaligen Zeit war noch nicht in dem Maße von einem innigen Vater-Kind-Bild geprägt, wie das für uns heutige Christen ganz selbstverständlich ist. So sprach man eher von einem allmächtigen Schöpfer-Gott, einem gnädigen Herrscher, dem die niedrigen Menschen ihr Lob und Preis darbringen. Ein Paradebeispiel dieser Anschauung kann in Beethovens unsterblichem „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“ gesehen werden."
Thomas Schmidt dirigierte auch Chor und Orchester im zweiten Programmteil, das mit dem bekannten Werk "Gott, deine Güte reicht so weit" von Beethoven eingeleitet wurde. Es folgten die acht Gesänge der Messliturgie sowie ein als Anhang bezeichnetes zusätzliches Werk. Schubert verwendet in seiner Komposition eine klare musikalische Sprache, die sich durch Eingängigkeit und schlichte lyrische Schönheit auszeichnet. Insbesondere Schuberts Entscheidung, die Gesänge in deutscher Sprache zu verfassen, hat viel zur Bekanntheit der einzelnen Stücke und zu deren Gebrauch im Gottesdienst beigetragen. Die meisten Stücke sind auch im Chorbuch der Neuapostolischen Kirche enthalten.
Konzert im Dillinger Saardom
Das zweite Konzert im Saardom Dillingen war als Benefiz-Konzert zu Gunsten des "Sozialcafé" in Dillingen deklariert, ein Gemeinschaftsprojekt der Stadtverwaltung und der Pfarreiengemeinschaft in Dillingen, zu der die Neuapostolische Kirchengemeinde DIllingen seit Jahren sehr gute Kontakte pflegt. In der Umbaupause erläuterte die Gemeindereferentin Susanne Zengerly den Anwesenden in bewegenden Worten das Spendenprojekt. Auch die Beteiligung der Neuapostolischen Kirche an verschiedenen musikalischen Gemeinschafts-Aktionen - wie beispielsweise der seit Jahren während der Adventszeit im Saardom durchgeführten "PausenKlang" - ließ sie nicht unerwähnt.
Die besondere Atmosphäre und Akustik des Saardoms unterstützten ganz eindrücklich die Darbietungen von Chor und Orchester. Besonders die sehr dynamisch vorgetragenen Stücke "Heilig, heilig, heilig" und "Ehre sei Gott in der Höhe" brachten den Klangkörper zur vollen Entfaltung. Ein begeisterter Applaus mit "Standing Ovations" am Schluss des einstündigen Konzerts war der Lohn für die große Mühe, die alle Beteiligten in der Vorbereitung und während der beiden Konzerte auf sich genommen hatten.
25. Februar 2025
Text:
Gerhard Grapp
Fotos:
Gerhard Grapp,
Sonja Unger
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